„Wir fordern die Einführung einer neuen Kategorie von Schulen: sogenannte freie Schulen“

Leserbriefe im „Das Schweizer Elternmagazin Fritz+Fränz“

Serie <Kind und Therapie, Teil I, Heft 10/20

Das auch von Experten kritisierte Bestreben der Gesellschaft, alle Besonderheiten abzuklären und schliesslich mit Therapien zu optimieren, zeugt von einer lebensfremden, egalitaristischen Bildungsideologie: Möglichst alle Kinder sollen in dasselbe vom Staat vorgegebene Schulmodell hineingepresst werden und so weit nötig mit sonderpädagogischen Hilfsmassnahmen passend gemacht werden. Viele Kinder und ihre
Eltern leiden unter diesem Anpassungsdruck. Es sollte endlich eingesehen werden, dass für eine gute Förderung aller Kinder angesichts ihrer sehr unterschiedlichen Entwicklung und Begabungen Schulen mit verschiedenen pädagogischen Kozepten und Schwerpunkten nötig sind. Der Zugang zu solchen Schulen darf aber nicht von den finanziellen Verhältnissen der Eltern abhängig gemacht werden. Die Elternlobby Schweiz fordert daher die Einführung einer neuen Kategorie von Schulen: sogenannten freie Schulen als öffentliche Schulen mit privatrechtlicher Trägerschaft. Innerhalb des um die freien Schulen erweiterten öffentlichen Bildungssystems sollen dann die Kinder eine ihren Bildungsbedürfnissen entsprechende Schule besuchen können. Damit könnten auch manche ture sonderpädagogische Massnahmen eingespart werden.
Erwin 0gg, Rapperswil-Jona,
Vorstand Elternlobby Schweiz

 

 

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