Petition Kanton Bern

Bildungswahl für alle statt für wenige

Damit alle Kinder ihr Potenzial entfalten können!

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Wir fordern den Grossen Rat und den Regierungsrat des Kantons Bern auf, gesetzliche Grundlagen zu schaffen und Massnahmen zu ergreifen, die dazu führen, dass…

  1. die Erklärung der Menschenrechte Art. 26, Abs. 3 umgesetzt wird. „Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu
    wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.“ Menschenrechte sind Rechte, die unabhängig von den finanziellen  Verhältnissen in Anspruch genommen werden können.

2. die Autonomie von Schulen und Lehrpersonen und die Entwicklung vielfältiger Schulmodelle gefördert werden.

3.  die Eltern unter verschiedenen Schulmodellen der Staatsschule ein für ihr Kind geeignetes Modell wählen können.

4. nichtstaatliche Schulen mit einer Schülerpauschale öffentlich finanziert werden, wenn sie ohne religiöse und ethnische Einschränkung den offenen und unentgeltlichen Zugang für alle Kinder gewährleisten.

UnterstützerInnen der freien Bildungswahl

„Ich sage Ja zur freien Schulwahl, weil sie das Vertrauen zwischen Eltern und Lehrpersonen fördert.“

Yvonne Gilli
Yvonne GilliDr. med., Fachärztin für Allgemeinmedizin FMH, Nationalrätin Grüne Partei, Mutter von drei Kindern

„Wir Eltern wollen kein staatliches Bildungsmonopol, sondern Bildungsvielfalt und zwar für alle Kinder nicht nur für die Reichen.“

Chris von Rohr
Chris von RohrMusiker

„Unsere Schule muss erneuert werden. Dafür braucht es: Freie Schulwahl, autonome Schulen und Chancengleichheit für alle.“

Remo Largo
Remo LargoKinderarzt / Erziehungswissenschaftler

Begründung

1. Die Erziehungsberechtigten tragen die Gesamtverantwortung für das Wohl ihrer Kinder, auch in der Bildung. Dazu brauchen sie entsprechende  Entscheidungskompetenzen. Heute entscheiden allein die Behörden über die  Schuleinweisung – was im Widerspruch steht zur Erklärung der Menschenrechte.

Deshalb muss das Menschenrecht der freien Bildungswahl für alle umgesetzt werden.

2. Viele engagierte Lehrkräfte geben täglich ihr Bestes für die Kinder. Trotzdem stösst die Volksschule in ihrem Bemühen, allen Kindern gerecht zu werden, an Grenzen. Der Grund ist nicht eine mangelnde Qualität dieser Schule, sondern die sehr unterschiedlichen Entwicklungen und Begabungen der Kinder. Eine Einheitsschule für alle anzubieten, kann nicht mehr Ziel der Bildungspolitik sein.

Deshalb braucht es verschiedene Schulmodelle und die freie Wahl eines für das Kind geeigneten Modells.

3. Art. 41 Schweizerischen Bundesverfassung: „Die Kantone setzten sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Kinder und Jugendliche sich nach ihren Fähigkeiten bilden können.“

Deshalb sollen Initiative und Verantwortung von Erziehungsberechtigten gestärkt und ein vielfältiges, bedürfnisgerechtes
Angebot von Schulmodellen gefördert werden. 

4. In manchen Fällen kann eine nichtstaatliche Schule den Bedürfnissen der Kinder besser gerecht werden. Familien, die eine solche Schule
wählen, zahlen doppelt: Steuern für die Volksschulen und Schulgeld für die nichtstaatliche Schule. Das können nur die Wenigsten.

Deshalb sollen besser geeignete Alternativen für Kinder öffentlich finanziert und somit mehr Chancengerechtigkeit ermöglicht werden.

OECD-Studie mit 180’000 Schülerdaten aus 27 Ländern:
Freie Bildungswahl, Autonomie und Rechenschaftspflicht erhöhen die Schulqualität, Chancengerechtigkeit und Effizienz im Bildungswesen.

elternlobby bern
Ursula Boss
Niedermatte 112
3813 Saxeten

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