Jungfreisinnige Kanton Zürich (JFZH)

Newsletter der Jungfreisinnigen Kanton Zürich – Verkehrte Welt: Bürgerliche Freiheitsredner gegen freie Schulwahl…

Die Jungfreisinnigen Kanton Zürich (JFZH) sind erstaunt, dass sich bürgerliche Politiker gegen eine liberale Vorlage wie die freie Schulwahl aktiv zur Wehr setzen. Durch den mittels Schulwahl entstehenden Wettbewerb zwischen Schulen wird sich die Qualität der Volksschule verbessern. Indem sich alle Familien die Schule für ihre Kinder frei aussuchen können, wird auch der gegenwärtigen schleichenden Separierung hin zu einer Zweiklassengesellschaft in Bildungsfragen wirksam entgegengewirkt.

Mit Erstaunen nehmen die Jungfreisinnigen Kanton Zürich Kenntnis vom obrigkeitsstaatlichen Denken gewisser bürgerlicher Politiker, welche die freie Schulwahl bekämpfen und heute zusammen mit den Gewerkschaften an einer Medienkonferenz aufgetreten sind. Wieso sollen staatliche Bildungsfunktionäre besser über die Bedürfnisse eines Schülers entscheiden können als dessen eigene Eltern oder er selbst? Wieso soll nun gerade in Bildungsfragen ein staatliches Monopol besser funktionieren als der freie Wettbewerb? Wenn es um die Schule geht, wollen die offenbar „teilzeit-liberalen“ bürgerlichen Freiheitsredner von Freiheit und Selbstverantwortung plötzlich nichts mehr wissen. Leider…

Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Trotz den OECD-weit höchsten Bildungsausgaben haben sich die Leistungswerte der Schweizer Volksschule in den vergangenen Jahren verschlechtert. So haben 20% der Sekundarschüler im Kanton Zürich Mühe mit Rechnen und Lesen (PISA-Studie), schulpädagogische Massnahmen gehören zum Alltag und viele Schüler werden nicht entsprechend ihrer Fähigkeiten gefördert. Das staatliche Bildungsmonopol ohne Wahlfreiheit hat bei überdurch
schnittlichen Kosten zu unterdurchschnittlichen Leistungen geführt. Unsere Volksschule weist also durchaus Verbesserungspotential auf.

Mit der freien Schulwahl wird die Qualität der Volksschule gezielt verbessert, ohne an den Grundstrukturen des heutigen Schulsystems zu rütteln. Der entstehende Wettbewerb zwischen Schulen wird nicht nur das Angebot weiter ausbauen, sondern auch die Qualität der Ausbildung anheben. Im heutigen Monopolsystem bestehen hingegen kaum Anreize, das Angebot den sich verändernden Bedürfnissen anzupassen. Bester Beweis für den Qualitätsschub sind die skandinavischen Länder, welche die freie Schulwahl schon länger kennen, und in Vergleichsstudien zu Schulleistungen wesentlich besser abgeschnitten haben als die Schweiz.

Weiter wirkt die Vorlage der vorherrschenden Zweiklassengesellschaft in Bildungsfragen entgegen. Heutzutage haben nur finanziell privilegierte Familien die Möglichkeit, für ihre Kinder eine andere als die vom Staat vorgeschriebene Schule zu wählen. Mit der freien Schulwahl erhalten hingegen alle Eltern die Möglichkeit, sich die Schule für ihre Kinder frei auszusuchen und so auf pädagogische, soziale oder geographische Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

Die freie Schulwahl ist ein unabdingbares Element einer freien Gesellschaft, weshalb sich die Jungfreisinnigen aus freiheitlicher Überzeugung für ein JA am 17. Juni engagieren.

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