elternverein elternlobby elternforum schweiz Pia Amacher

Freie Volksschulwahl erhöht Bildungsqualität

Einspruch in der Basler Zeitung

An der nächsten Landratssitzung können unsere Landrätinnen und Landräte mit einem „Ja“ zum Postulat für die „Freie Volksschulwahl“ die Attraktivität des Kantons Baselland als Wohnort für Familien steigern. Erfahrungen mit freier Schulwahl zeigen, dass die meisten Eltern für ihr Kind weiterhin das nächste Schulhaus wählen, jedoch dank der Wahlmöglichkeit Rekurse und Unzufriedenheit abnehmen. Die Eltern übernehmen mit der freien Volksschulwahl automatisch mehr Eigenverantwortung für den Bildungsweg ihrer Kinder. Wenn Schule und Elternhaus freiwillig zusammen am selben Strick ziehen, profitiert am meisten das Kind.

Laut Bildungsökonom und Professor für Volkswirtschaftslehre, Ludger Wössmann, erhöht eine Wahlmöglichkeit der Eltern die Bildungsqualität. Wettbewerb unter den Schulen um die besten Ideen, wie er durch eine Wahlmöglichkeit der Eltern entsteht, erweist sich als entscheidender Einflussfaktor auf die Ergebnisse der Bildung. Schülerinnen und Schüler lernen mehr, wo Schulen und damit auch die Lehrpersonen mehr Selbständigkeit haben. Zudem haben internationale Analysen gezeigt, dass Schulsysteme, die hohe Anteile von Schulen in freier Trägerschaft mit staatlicher Finanzierung verbinden, am besten abschneiden. Wenn alle Kinder, unabhängig von ihrem finanziellen Hintergrund, denselben Zugang zu allen alternativen Schulen haben, entsteht ein Wettbewerb der Schulen um die besten Konzepte. Die Chancengerechtigkeit im Bildungswesen wird dadurch für alle Kinder verbessert. Eine gute Bildungspolitik ist die beste Wirtschaftspolitik.

Eine Schulfinanzierung über durchschnittliche Pro-Kind-Pauschalen erhöht die Selbständigkeit und Selbstverwaltung der Schulen und hat sich in anderen Ländern als effizient erwiesen. Wenn Schulen selber schnell auf die Bedürfnisse der Familien und der Kinder vor Ort eingehen können und das Geld in möglichst guten Unterricht und nicht in viel Bürokratie investieren, werden sie auch gewählt. Die ewigen Diskussionen über das einzig beste Bildungsmodell für alle, verbunden mit immer wieder neuen und teureren Reformen der Bildungsbürokraten, könnten mit mehr Selbständigkeit und Vielfalt endgültig gestoppt werden.

Ein wichtiges Element für die freie Schulwahl sind externe Prüfungen, wie sie zum Beispiel im Kanton Aargau mit einem Ampelsystem schon seit längerem durchgeführt werden. Erhält eine Schule die Farbe grün ist die Funktionstüchtigkeit gewährleistet. Gelb bedeutet kritisch, rot bedeutet nicht tolerierbare Defizite. Roten Schulen wird geholfen oder falls sie sich nicht verbessern, geschlossen. Dadurch wird die Qualität der Schulen für die Eltern transparent. Die freie Schulwahl ist planbar und erfolgreich, denn kein Land mit freier Schulwahl hat diese wieder abgeschafft. Alles können wir in der Schweiz wählen: die Politiker, das Spital, den Arzt und Vieles mehr. Einzig die freie Schulwahl wird uns nicht zugetraut und Behörden nehmen, überstpitzt gesagt, Zwangseinweisungen vor. Könnte es sein, dass dies mit „Macht und Pfründe erhalten“ zu tun hat? Mit einem „Ja“ zum Postulat „Freie Volksschulwahl“ hat der Landrat die Chance sich für ein freiheitliches, konkurrenzfähiges und zukunftweisendes Bildungswesens zu entscheiden. Entlasst die Bildung in die Freiheit!

Von Pia Amacher, Präsidentin der elternlobby schweiz.

Artikel als PDF

1 Antwort
  1. Petritmermet Jean-PUL
    Petritmermet Jean-PUL says:

    Es ist wichtig, dass die Konkurenz beherrscht. Man sollte schon jetzt eine Vergleichung der Kapazitäten der Schüler der beiden Systeme vergleichen.

    Antworten

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.