Freie Schulen als Alternativen

Leserbrief zum Artikel „Werden unsere Kinder in der Schule übertherapiert?“ ElternMagazin, 29. September 2020

Das auch von Experten kritisierte Bestreben der Gesellschaft, alle Besonderheiten abzuklären und schliesslich mit Therapien zu optimieren zeugt von einer lebensfremden, egalitaristischen Bildungsideologie: Möglichst alle Kinder sollen in dasselbe vom Staate vorgegebene Schulmodell hineingepresst werden, und soweit nötig mit sonderpädagogischen Hilfsmassnahmen passend gemacht werden. Viele Kinder und ihre Eltern leiden unter diesem Anpassungsdruck.

Es sollte endlich eingesehen werden, dass für eine gute Förderung aller Kinder angesichts ihrer sehr unterschiedlichen Entwicklung und Begabungen Schulen mit verschiedenen pädagogischen Konzepten und Schwerpunkten nötig sind. Der Zugang zu solchen Schulen darf aber nicht von den finanziellen Verhältnissen der Eltern abhängig gemacht werden. Die Elternlobby Schweiz fordert daher die Einführung einer neuen Kategorie von Schulen: Sogenannte „Freie Schulen“ als öffentliche Schulen mit privatrechtlicher Trägerschaft. Innerhalb des um die Freien Schulen erweiterten öffentlichen Bildungssystems sollen dann die Kinder eine ihren Bildungsbedürfnissen entsprechende Schule besuchen können. Damit könnten auch manche teure sonderpädagogische Massnahmen eingespart werden.

Erwin Ogg, Rapperswil-Jona
Vorstand Elternlobby Schweiz

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