Freie Schulen als Alternativen 2

Leserbrief zum Artikel „Viele verträumte Kinder leisten schulisch weniger, als man erwarten könnte“, SonntagsZeitung vom 27.9.2020

Der Psychologe Fabian Grolimund weist auf die Probleme verträumter Kinder in unserem Schulsystem hin. Viele würden leiden, weil sie merken, dass sie den Anforderungen nicht genügen. Doch nicht nur verträumte Kinder fallen in diesem System zwischen „Stuhl und Bank“, sondern auch viele andere. Beispiele: Zahlreiche Schüler, welche frustriert die Schule abbrechen, eine Klasse repetieren, überfordert oder unterfordert sind, durch den Leistungsdruck krank werden oder teure sonderpädagogische Massnahmen benötigen, um einigermassen über die Runden zu kommen.

Es sollte endlich eingesehen werden, dass für eine gute Förderung aller Kinder angesichts ihrer sehr unterschiedlichen Entwicklung und Begabungen Schulen mit verschiedenen pädagogischen Konzepten und Schwerpunkten nötig sind. Der Zugang zu solchen Schulen darf aber nicht von den finanziellen Verhältnissen der Eltern abhängig gemacht werden. Die Elternlobby Schweiz fordert daher die Einführung einer neuen Kategorie von Schulen: Sogenannte „Freie Schulen“ als öffentliche Schulen mit privatrechtlicher Trägerschaft. Innerhalb des um die Freien Schulen erweiterten öffentlichen Bildungssystems sollen dann die Kinder eine ihren Bildungsbedürfnissen entsprechende Schule besuchen können.

Erwin Ogg, Rapperswil-Jona
Vorstand Elternlobby Schweiz

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