elternlobby schweiz https://www.elternlobby.ch Elternverein freie Bildungswahl für alle Fri, 20 Dec 2019 09:59:57 +0000 de-DE hourly 1 Die Petitionen sind eingereicht- was passiert jetzt? https://www.elternlobby.ch/petitionen-eingereicht-was-nun/ https://www.elternlobby.ch/petitionen-eingereicht-was-nun/#respond Fri, 13 Dec 2019 09:05:18 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=9590 Die Petition «Freie Bildungswahl für alle statt für wenige» wurde in 11 Kantonen mit insgesamt über 11'000 Unterschriften eingereicht. Die kantonalen Gruppen versuchen jetzt, mit den zuständigen Behörden und Politikern/Politikerinnen in Dialog zu treten, um effektive und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

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Die Petition «Freie Bildungswahl für alle statt für wenige» wurde in 11 Kantonen mit insgesamt über 11’000 Unterschriften eingereicht. Die kantonalen Gruppen versuchen jetzt, mit den zuständigen Behörden und Politikern/Politikerinnen in Dialog zu treten, um effektive und nachhaltige Lösungen zu erarbeiten.

Bei auftretenden Schul-Problemen sucht man die Ursache im Charakter des Kindes oder der Erziehungsmethode der Eltern und versucht, das kindliche Verhalten mittels Therapien oder Medikamenten «richtig» zu machen. Die systematischen Probleme, welche durch das Schulsystem hervorgerufen werden, werden dabei ausgeblendet. Diese sind jedoch oft Ursache dafür, dass Kinder Verhaltensauffälligkeiten und/oder Leistungsschwächen zeigen. Darum braucht es dringend Veränderungen und Liberalisierungen im obligatorischen Bildungswesen, damit Eltern den Handlungsspielraum bekommen, um in angemessener Weise für das Wohl ihrer Kinder sorgen zu können.

Alle Eltern, unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten, sollten aus unterschiedlichen Bildungsangeboten jenes auswählen können, welches den Begabungen und Neigungen ihres Kindes am besten entspricht!

Die Berichte über die im internationalen Vergleich hierzulande auffällig grossen psychischen Probleme von Kindern und Jugendlichen, die hohe Suizidrate, die Mobbingproblematik und Leistungs-Abnahme beim Lesen sollten uns Eltern, aber sicher auch den Bildungs-Verantwortlichen zu denken geben.

Wenn der Leistungsdruck, die Verakademisierung und Standardisierung der Bildung weiterhin zunehmen, wird auch der Lehrplan 21 nichts daran ändern können, dass unsere Kinder einen immer höheren Preis für die obligatorische Schulzeit bezahlen müssen.

Wie lange wollen wir als Gesellschaft noch hinnehmen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche psychisch krank werden? Wie lange wollen wir noch akzeptieren, dass Kinder mit umstrittenen Medikamenten schultauglich gemacht werden? Und wie lange nehmen wir es noch hin, dass Kinder 10 Jahre zwangsunterrichtet werden, mit dem Resultat, dass 25% aller Jugendlichen nicht genügend Lesekompetenz haben, um einen Text zu verstehen? Wie lange können die Verantwortlichen die Augen vor der Realität noch verschliessen?!

Darum bleiben wir dran!

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Neuigkeiten aus der Welt der elternlobby https://www.elternlobby.ch/neuigkeiten-elternlobby/ https://www.elternlobby.ch/neuigkeiten-elternlobby/#comments Thu, 07 Nov 2019 11:44:26 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=9482 In den letzten Wochen haben wir quer durch die Schweiz Unterschriften für unsere Petitionen „Bildungswahl für alle statt für wenige“ gesammelt. Zudem wurden im Mai Nicole Wyss, Regula Reist und Fredi Jaberg in den Vorstand aufgenommen. Fredi Jaberg übernahm das Präsidium von Pia Amacher.

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Petitionen: „Bildungswahl für alle statt für wenige“

In den letzten Wochen haben wir quer durch die Schweiz Unterschriften für unsere Petitionen „Bildungswahl für alle statt für wenige“ gesammelt. Es sind bereits über 8’000 Unterschriften eingegangen. Die Petitionen können noch bis am 13.11.2019 online unterschrieben werden. Die meisten Petitionen werden um den 20.11.2019, dem internationalen Tag der Kinderrechte, eingegeben. In Baselstadt wird es bei der Überreichung der zwei Petitionen sogar eine musikalische Umrahmung geben. Jetzt Petition direkt online unterschreiben

Der Neue Vorstand

Im Mai wurden Nicole Wyss, Regula Reist, Simone Stocker und Fredi Jaberg in den Vorstand aufgenommen. Fredi Jaberg übernahm das Präsidium von Pia Amacher. Er bekam auch den Auftrag, den Vorstand mit der Einführung einer Geschäftsstelle zu entlasten, indem diese die administrativen, alltäglichen Arbeiten ausführt; während der Vorstand die strategische Ausrichtung vorgibt. Wir danken Pia Amacher und Michael Suter für ihre langjährigen Dienste im Vorstand. Ohne ihr unglaubliches Engagement wäre die elternlobby nicht das, was sie heute ist.

Weitere News zur „Bildungswahl für alle statt für wenige“

Im Kanton Baselland gibt es im kleinen Rahmen die freie Schulwahl in der Sekundarschule. Aber nur zur Optimierung der Klassengrösse. Politik und Schulbehörden sind bei der Schulwahl durch die Eltern dagegen. Es werden kaum mehr Kinder in einer Privatschule finanziell unterstützt, welche in der öffentlichen Schule leiden. Und so beugen die zuständigen Behörden die bestehenden Rechtsmöglichkeiten der Eltern. Dagegen wehren wir uns als elternlobby aktiv. Und das auch erfolgreich. Dank dem Widerstand der elternlobby und anderen wurde ein Vorstoss im Landrat zurückgezogen, welcher die Eltern faktisch entrechtet hätte und diese Rechte den Schulleitungen übertragen hätte.

Stadt St. Gallen: Erstmals freie Schulwahl Dieses Jahr konnten die Sechstklässler zum ersten Mal zwischen fünf Schulhäusern der städtischen Oberstufen frei wählen. Schon vorher hatten sie die Möglichkeit, die Katholische Kantonssekundarschule „Flade“ als Alternative zu den staatlichen Oberstufenschulen zu wählen. In einzelnen Nachbargemeinden von St. Gallen, welche keine eigene Oberstufenschulen führen, z. B. Mörschwil, hatten schon bisher die Sechstklässler eine Wahlmöglichkeit zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Schulen, wie z. B. „Flade“.

Im Kanton Freiburg hat sich die Sektion der elternlobby mit dem Namen Fri-kids neu positioniert.

Elternberatungsstellen

Wir freuen uns, dass die Elternberatungsstellen der elternlobby.ch rege genutzt werden.

Neu: Stärkeres Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit

Um dem Zerrbild „Schulwahl sponsert Privilegierte“ entgegenzutreten und aufzuzeigen, dass mit einer freien Schulwahl die jetzt existierende „Zwei-Klassengesellschaft“ in der Bildung aufgehoben werden soll. Es darf nicht sein, dass nur Vermögende ihrem Kind das pädagogische Modell zukommen lassen können, welches ihm gut tut.

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Briefbuchaktion: Kinder haben Rechte – auch in der Bildung! https://www.elternlobby.ch/briefbuchaktion/ https://www.elternlobby.ch/briefbuchaktion/#respond Wed, 06 Nov 2019 13:31:57 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=9458 Am 20. November 2019 werden auf dem Bundesplatz in Bern 30 Jahre Kinderrechte in der Schweiz gefeiert. Pro Juventute, Kinderschutz Schweiz, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und Unicef laden alle Kinder ein, an diesem Tag ihre Anliegen zu äussern und sichtbar zu machen.

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30 Jahre Kinderrechte in der Schweiz


Liebe Familien, Lehrer, Bildungsinteressierte

Habt ihr mit Kindern und Bildung zu tun und möchtet mit Kindern zusammen jetzt ein Zeichen setzen?
Macht ihr mit bei der Briefbuchaktion?

Am 20. November 2019 werden auf dem Bundesplatz in Bern 30 Jahre Kinderrechte in der Schweiz gefeiert. Pro Juventute, Kinderschutz Schweiz, Stiftung Kinderdorf Pestalozzi und Unicef laden alle Kinder ein, an diesem Tag ihre Anliegen zu äussern und sichtbar zu machen.

Welches sind die Bedürfnisse und Rechte der Kinder in Bildungsfragen?

In der Briefbuchaktion möchten wir möglichst viele Kinder zu dieser Frage zu Wort kommen lassen:
Wir sammeln Briefe und Zeichnungen der Kinder und binden sie zu einem Buch zusammen, welches wir am 20. November auf dem Bundesplatz an Pro Juventute übergeben werden.
Damit kein Statement verloren geht, werden wir alle Briefe und Zeichnungen scannen.

Für das Binden ist es hilfreich, wenn alle Briefe und Zeichnungen das gleiche Format haben:
A4 quer, eher dickes Papier. Auf das Blatt kommt ein Text / eine Zeichnung des Kindes und ein Menschenrecht. Wer will, kann Name und Alter angeben. Am linken Rand muss ein Streifen von 4cm für den Bindefalz freigelassen werden. Auf der Rückseite können ein paar Worte aus der Sicht der Eltern platziert werden.

Bitte sendet euer Couvert bis am 16. Nov an folgende Adresse: Prisca Ziegler, Unterdorfstrasse 60, 5621 Zufikon. Am 16. Nov. binden wir das Buch.

Hier findet ihr eine Sammlung an Kinderrechten, welche in Bezug zu Bildung stehen.

Wir freuen uns sehr darauf, den Kindern mit euch zusammen Raum für ihre Anliegen zu geben.

Dieser Beitrag darf gern weitergestreut werden.

Mit kindlich verspielten Grüssen

Die Initiantinnen:
Eva Bonauer (Mutter, Lehrerin / Begleiterin an einer Privatschule)
Prisca Ziegler (Mutter, Kindergärtnerin)
Alexandra Barp (Mutter, Homeschooling, Kinder- und Jugendarbeiterin)

Bild von jacqueline macou auf Pixabay.

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Freie Schulwahl? Ja, aber wie? https://www.elternlobby.ch/freie-schulwahl-ja-aber-wie/ https://www.elternlobby.ch/freie-schulwahl-ja-aber-wie/#respond Sun, 20 Oct 2019 09:52:27 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=9649 Erwin Ogg, Vorstandsmitglied der Elternlobby Schweiz (Bildungsforum «Schule Schweiz» 27.08.2019) Die neue Präsidentin des schweizerischen Lehrerverbandes, Dagmar Rösler, lehnt in einem Interview mit dem Newsportal Bluewin eine freie Schulwahl kategorisch ab. Ihre undifferenzierte Argumentationsweise zeigt deutlich, dass es ihr nicht primär um eine möglichst gute Förderung aller Kinder geht, sondern um die Bewahrung des staatlichen […]

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Erwin Ogg, Vorstandsmitglied der Elternlobby Schweiz (Bildungsforum «Schule Schweiz» 27.08.2019)

Die neue Präsidentin des schweizerischen Lehrerverbandes, Dagmar Rösler, lehnt in einem Interview mit dem Newsportal Bluewin eine freie Schulwahl kategorisch ab. Ihre undifferenzierte Argumentationsweise zeigt deutlich, dass es ihr nicht primär um eine möglichst gute Förderung aller Kinder geht, sondern um die Bewahrung des staatlichen Monopols im öffentlichen Bildungswesen, das heisst um Verbandsinteressen.

Der politisch, religiös und auch pädagogisch neutrale Verein Elternlobby Schweiz setzt sich hingegen für Vielfalt und Wahlfreiheit im öffentlichen Bildungswesen ein. Warum? Der Sprachwissenschaftler Mario Andreotti, Befürworter einer „starken“ Volksschule, räumte in einer Kolumne im St. Galler Tagblatt unumwunden ein, „dass manche Schüler, die in den staatlichen Schulen durch das Raster fallen, in privaten Einrichtungen bisweilen aufblühen“. Volksschulen sind eben nicht für alle Kinder Erfolgsschulen. Studien und viele Medienberichte der vergangenen Jahre deuten denn auch klar darauf hin, dass eine erhebliche Minderheit der Kinder Probleme mit diesen hat. Beispiele: Zahlreiche Schüler, welche frustriert die Schule abbrechen, eine Klasse repetieren, überfordert oder unterfordert sind, durch den Leistungsdruck krank werden oder teure sonderpädagogische Massnahmen benötigen, um einigermassen über die Runden zu kommen.

Es sollte endlich eingesehen werden, dass für eine gute Förderung aller Kinder angesichts ihrer unterschiedlichen Entwicklung und Begabungen Schulen mit verschiedenen pädagogischen Konzepten und Schwerpunkten nötig sind. Soll dazu das bisher öffentliche Schulsystem privatisiert werden? Nein, ganz im Gegenteil: Schulen mit privater Trägerschaft sollen veröffentlicht werden, wenn sie wie die staatlichen Schulen offen und unentgeltlich für alle Kinder zugänglich sein wollen. Dies bedingt natürlich eine öffentliche Finanzierung dieser sogenannten Freien Schulen mit einer Schülerpauschalen. Dass eine öffentliche Institution auch eine privatrechtliche Trägerschaft haben kann, zeigen etwa die Privatbahnen. Innerhalb des um die Freien Schulen erweiterten öffentlichen Bildungssystems sollen dann die Eltern ein für ihr Kind geeignetes Schulkonzept frei wählen können.

Die Erfahrungen vieler Länder mit freier Schulwahl zeigen: Die grosse Mehrheit der Eltern wählt die nächstgelegene Schule. Auch bei einer freien Schulwahl wird die heute vom Staate zugewiesene Schule die Regelschule bleiben. Manche Kinder werden aber bessere Entwicklungsmöglichkeiten finden. Damit wird auch die Chancengerechtigkeit erhöht. Der Gefahr von verstärkter sozialer Entmischung kann durch geeignete staatliche Rahmenbedingungen entgegengewirkt werden. Dazu gehört eine gute Information der Eltern über die Wahlmöglichkeiten, insbesondere von sozial benachteiligten Schichten.
Die Elternlobby sammelt zurzeit in 11 Kantonen Unterschriften für Petitionen mit dem Titel „Bildungswahl für alle statt für wenige, damit alle Kinder ihr Potenzial entfalten können“.

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Erstmals freie Schulwahl in St.Gallen https://www.elternlobby.ch/erstmals-freie-schulwahl-in-st-gallen/ https://www.elternlobby.ch/erstmals-freie-schulwahl-in-st-gallen/#respond Sun, 20 Oct 2019 09:13:04 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=9643 Seraina Hess (Tagblatt 12.7.2019) Zum ersten Mal in der Geschichte der St.Galler Oberstufe haben Jugendliche selbst gewählt, wo sie den Unterricht besuchen werden. Wer nach den Sommerferien an die Oberstufe übertritt, musste sich schon Anfang Jahr für ein Schulhaus entscheiden. Denn die St.Galler Sechstklässlerinnen und Sechstklässler hatten nicht nur erstmals die Gelegenheit, sich unabhängig von […]

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Seraina Hess (Tagblatt 12.7.2019)

Zum ersten Mal in der Geschichte der St.Galler Oberstufe haben Jugendliche selbst gewählt, wo sie den Unterricht besuchen werden.

Wer nach den Sommerferien an die Oberstufe übertritt, musste sich schon Anfang Jahr für ein Schulhaus entscheiden. Denn die St.Galler Sechstklässlerinnen und Sechstklässler hatten nicht nur erstmals die Gelegenheit, sich unabhängig von der Konfession für die Katholische Kantonssekundarschule Flade anzumelden. Auch zwischen fünf Schulhäusern der städtischen Oberstufen konnten sie frei wählen. Dies ist unter anderem möglich, weil es seit 2017 keine reinen Real- respektive Sekundarschulhäuser mehr gibt. Stattdessen führt jedes Schulhaus beide Stufen.

Auf dem Anmeldeformular konnten die Jugendlichen einen oder mehrere Wünsche anbringen. «Wenn möglich wurde die Wahl berücksichtigt», sagt Marlis Angehrn, Leiterin Schule und Musik der Stadt St.Gallen. Ausgeglichene Klassengrössen, zumutbare Schulwege und Raumkapazitäten hätten aber ebenfalls eine Rolle gespielt. Konnte ein Kind nicht wunschgemäss eingeteilt werden, wurde darauf geachtet, keine einzelnen Kinder einer Klasse oder eines Quartiers allein in ein Oberstufenschulhaus zu schicken.

Link zum vollständigen Artikel: «Erstmals freie Schulwahl in St.Gallen: Die meisten Jugendlichen wollen an die Blumenau» [Tagblatt 12.7.2019]

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Petition: Freie Bildungswahl für alle statt für wenige https://www.elternlobby.ch/petition/ https://www.elternlobby.ch/petition/#respond Tue, 08 Jan 2019 11:12:46 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=7380 Ihre Unterschrift zählt! Das heutige Schulsystem möchte allen Kindern gerecht werden und stösst dabei an deutliche Grenzen. Zuviele Kinder leiden und können ihr Potenzial nicht entfalten. Unterschreiben Sie jetzt die Petitionen, damit alle Kinder ihr Potenzial entfalten können! Unterschreiben geht unabhängig von Wohnort, Nationalität und Alter.

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Petitionen: Freie Bildungswahl für alle statt für wenige

Die Petitionen wurden erfolgreich überreich!

Herzlichen Dank für Ihren Einsatz. Mehr Neuigkeiten zu den einzelnen Petitionsübergaben folgen hier.

Bleiben Sie über das aktuelle Geschehen aktuell informiert via Facebook und Twitter.

Das heutige Schulsystem möchte allen Kindern gerecht werden und stösst dabei an deutliche Grenzen. Zuviele Kinder leiden und können ihr Potenzial nicht entfalten. Damit alle Kinder ihr Potenzial entfalten können, wurden in elf Kantonen die Petitionen „Freie Bildungswahl für alle statt für wenige lanciert.

Die kantonalen Gruppen benötigen weitere Unterstützung, um kontinuierlich auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Bei Interesse melden Sie sich doch bitte unverbindlich bei den kantonalen Vertretern.
Auch ’nur‘ ein EINMALIGER Einsatz würde schon sehr unterstützen!

Falls Sie in Ihrem Kanton auch eine Petition starten wollen, können Sie sich gerne bei info@elternlobby.ch melden.

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Filmvorführung & Diskussion: CaRabA in der Schweiz https://www.elternlobby.ch/filmvorfuehrung-diskussion-caraba/ https://www.elternlobby.ch/filmvorfuehrung-diskussion-caraba/#respond Mon, 06 May 2019 09:20:59 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=9035 Der Beitrag Filmvorführung & Diskussion: CaRabA in der Schweiz erschien zuerst auf elternlobby schweiz.

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Filmvorführung & Diskussion: CaRabA in der Schweiz

Der erfolgreiche Film CaRabA zum 2. Mal in der Schweiz – in Anwesenheit des Initianten Bertrand Stern

„Der Film ist sicherlich ein wertvoller Beitrag, der Mut macht, dass da etwas geht, was wir bisher gar nicht im Blick hatten. Und es ist ja immer so, dass am Anfang einer großen Entwicklung und eines großen Veränderungsprozesses, erstmal ein Traum da sein muss, wie es anders gehen könnte.“
(Gerald Hüther, Neurobiologe und Bestseller-Autor)

Der fiktionale Kinofilm CaRabA zeigt eine Welt ohne Schulen. Fünf junge Menschen finden in dieser neuen Bildungslandschaft ihren ganz eigenen Weg. Phantasievoll untersucht der Coming-of-Age Film, wie das Leben selbst zum fortwährenden Bildungserlebnis wird. Der erste Spielfilm zur Zukunft der Bildung regt an, gemeinsam Visionen zu entwickeln. Die Ausgangsfrage ist: Wann und wo geschieht Bildung eigentlich?

Nach dem Film steht der Initiant in jedem Ort für einen Dialog zur Verfügung (Chur nur am 14.10.19).
Vor dem Film bietet sich das Werkstattgespräch mit Bertrand Stern an – siehe unten.
Eintrittspreise je nach Ort und Kino.

Basel 11.10.19: 19.00 Spielhalle Volta www.spielhalle-volta.ch
keine Anmeldung erforderlich, Kollekte
Luzern 12.10.19: 15.15 Uhr stattkino
Reservation: info@stattkino.ch / 041 410 30 60
Bern 13.10.19: 16.00 Uhr Cinématte
Reservation: kino@cinematte.ch / 031 312 45 46
Chur 14.10.19: 18.00 Uhr / 15.10.19: 18.00 oder 18.45 Uhr
Kinocenter Chur (Arthouse Filmreihe)
Reservation 081 258 32 32, Infos unter: ymicon@gmx.ch
Visp 15.10.19: 20.30 Astoria
Reservation: www.kino-oberwallis.ch
Zürich 18.10.19: 18.00 Intrinsic Campus (Lab)
Reservation: rotersand@bluewin.ch

Trailer CaRabA (deutsch):

  Mehr Informationen zum Film unter: www.caraba.de Für Tickets: www.kultkino.ch/event/

Werkstattgespräch zum Thema: FREI SICH BILDEN – Wie selbstverständlich sind (uns) die Würde und die Selbstbestimmtheit des Menschen?

Seit „Ewigkeiten“ geht es um Schulen. Wer würde leugnen, daß diese bekanntermaßen nicht mehr zeitgemäß sind?

Müßte es nicht, statt sie erneuern, verbessern zu wollen, darum gehen, nach dem Ausbruch aus dieser Sackgasse sich dem einzig Wesentlichen zuzuwenden: dem selbstbestimmten, würdevollen Menschen sowie seinen eigentlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten?

Was bedeutet und bedingt dieser grundlegende und verfassungskonforme Wandel?

Was tun bei Konflikten zwischen dem (betroffenen) Menschen (als dem würdevollen Subjekt) einerseits und den Behörden, der Justiz andererseits?

Solche und andere vorausschauenden Fragen können bei diesem offenen Gespräch erörtert werden.

(Zur Beachtung: keine juristische oder therapeutische Beratung!)

Bertrand Stern

Luzern
Samstag 12.10.19: 09.00 – 14.00 im stattkino im Bourbaki
Anmeldung und detaillierte Infos unter: www.danielwigger.ch
Bern
Sonntag 13.10.19: 09.30 – 15.00 Wöschhüsi, Gerberngasse 29, Bern
Anmeldung und detaillierte Infos unter: heikebuchmann@bluewin.ch
Zürich
Freitag 18.10.19: 13.30 – 17.00 Intrinsic Campus (Lab), Talstrasse 15, ZH
Anmeldung und detaillierte Infos unter: rotersand@bluewin.ch

Platzzahl beschränkt, deshalb Anmeldung erwünscht.
Bei allenWerkstattgesprächen wird eine Kollekte vorhanden sein.
Richtpreis 40.-

Links

Caraba Website

„Türöffner für Raum und Möglichkeit“ Rezension des Spielfilmes CaRabA

Flyer Caraba Veranstaltungen Herbst 2019

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Grenzen des staatlichen Schulsystems https://www.elternlobby.ch/grenzen-des-staatlichen-schulsystems/ https://www.elternlobby.ch/grenzen-des-staatlichen-schulsystems/#comments Thu, 18 Apr 2019 15:11:10 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=9004 Viele Medienberichte und Studien zeigen, dass die Staatschulen in ihrem Bemühen, allen Kindern gerecht zu werden, an deutliche Grenzen stossen. Beispiele: Schulabbruch: Jedes Jahr brechen in der Schweiz ca. 5000 Jugendliche frustriert die Schule ab. Damit verbunden sind auch hohe soziale Folgekosten. (Quelle: «Schulabbruch – Zeugnis des Scheiterns?») Sitzenbleiben: Fast jedes fünfte Kind repetiert in der […]

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Viele Medienberichte und Studien zeigen, dass die Staatschulen in ihrem Bemühen, allen Kindern gerecht zu werden, an deutliche Grenzen stossen. Beispiele:

Schulabbruch: Jedes Jahr brechen in der Schweiz ca. 5000 Jugendliche frustriert die Schule ab. Damit verbunden sind auch hohe soziale Folgekosten. (Quelle: «Schulabbruch – Zeugnis des Scheiterns?»)

Sitzenbleiben: Fast jedes fünfte Kind repetiert in der Schweiz ein Schuljahr. Eine Massnahme, die dem Kind in der Regel nicht viel bringt, den Staat aber ca. 24’000.- kostet. (Quelle: «Das verlorene Jahr»)

Bildungsdefizite: 20 Prozent der hiesigen Schüler sind nach neun Schuljahren funktionale Analphabeten (Quelle: «Teuer und ungenügend», «Illettrismus in der Schweiz: Aktuelle Situation und Strategien zur Bekämpfung des Illettrismus»)

Leistungsdruck macht Schüler krank: Schüler leiden wegen Stress an Schlafstörungen und greifen zu Schmerzmitteln. Schulrechts-Experte Peter Hofmann fordert weniger Tests. (Quelle: «Der hohe Leistungsdruck macht die Schüler krank», «Kinderärzte: Leistungsdruck macht Schüler krank» & «Kinderärzte wollen beim Lehrplan 21 mitreden»)

Therapiewahn: Auf die Schweiz hochgerechnet nahmen 2009 rund 29’000 Menschen Ritalin. Die meisten waren Kinder zwischen 7 und 18 Jahren. (Quelle: «UNO kritisiert: Schweizer Kinder schlucken zu viel Ritalin» & «Motion – Ritalinkonsum in der Schweiz. Die Rüge der Uno ernst nehmen!»). Über die Hälfte der Schulkinder im Kanton Zürich erhalten eine sonderpädagogische Massnahme oder eine Therapie. (Quelle: «In die Schule, dann zur Therapie» & «Therapiewahn an den Schweizer Schulen?»)

Burnout von Schülern: Jedes dritte Kind leidet in der Volksschule an Burnout-Symptomen. Die Kosten für psychiatrische Leistungen an Kindern und Jugendlichen während ihrer Schulzeit sind in den letzten Jahren explodiert. (Quelle: «Jetzt gegensteuern, sonst werden die Folgen fatal sein – Warum bereits 11-Jährige ein Burnout erleiden» , «Jeder dritte Schüler leidet an Burn-out-Symptomen», «Burn-out und Suizidgefahr: Notfälle bei Kindern nehmen zu – Kinder- und Jugendpsychiater haben mit zehnmal mehr Fällen zu tun als noch vor zehn Jahren.» & «Leistungsdruck bis zum Burn-Out – Immer mehr Schüler depressiv»)

überforderung der Lehrpersonen: Gemäss einer Nationalfondsstudie der Fachhochschule Nordwestschweiz von 2014 fühlt sich jede fünfte Lehrperson «ständig überfordert». Jeder dritte Pädagoge leidet mindestens einmal pro Monat unter depressiven Beschwerden, ebenso viele sind Burnout-gefährdet. (Quelle: «Ein Drittel der Lehrer ist Burn-out-gefährdet», «Schweizer Lehrerverbände schlagen Alarm wegen Burnouts» & «Die meiste Kritik an Lehrern ist völlig berechtigt»)

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Bildung im Wandel ein Ermutigungs-Kongress https://www.elternlobby.ch/bildung-im-wandel-ermutigungs-kongress/ https://www.elternlobby.ch/bildung-im-wandel-ermutigungs-kongress/#respond Thu, 04 Apr 2019 09:54:57 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=8954 Der Beitrag Bildung im Wandel ein Ermutigungs-Kongress erschien zuerst auf elternlobby schweiz.

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Hier können Sie sich zur kostenfreien Teilnahme am online Kongress vom 5. – 14. April 2019 anmelden:

Bildung im Wandel ein Ermutigungs-Kongress

Ein «Ermutigungs-Kongress» für SchülerInnen, Eltern, Großeltern, ErzieherInnen, LehrerInnen und alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben und alle, die einmal Kind waren.

Stell Dir vor, es ist Schule …

… und alle wollen hin!

Jetzt anmelden.

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OECD Studie: Freie Schulwahl und Bildungsgerechtigkeit miteinander vereinbaren https://www.elternlobby.ch/oecd-2019-schulwahl/ https://www.elternlobby.ch/oecd-2019-schulwahl/#respond Mon, 04 Mar 2019 08:11:45 +0000 http://www.elternlobby.ch/bildung-im-wandel-2/ Weltklasse: Schule für das 21. Jahrhundert gestalten Neue OECD Studie von Andreas Schleicher „Freie Schulwahl und Bildungsgerechtigkeit miteinander vereinbaren“ 19.02.2019 (siehe Kapitel 4, S. 200 – 220 ). Auszüge aus der neuen Studie: Vielen Ländern fällt es schwer, das Ziel, die Flexibilität und die Schulwahlmöglichkeiten der Eltern zu erhöhen, mit der Notwendigkeit in Einklang zu […]

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Weltklasse: Schule für das 21. Jahrhundert gestalten

Neue OECD Studie von Andreas Schleicher „Freie Schulwahl und Bildungsgerechtigkeit miteinander vereinbaren“ 19.02.2019 (siehe Kapitel 4, S. 200 – 220 ). Auszüge aus der neuen Studie:

Vielen Ländern fällt es schwer, das Ziel, die Flexibilität und die Schulwahlmöglichkeiten der Eltern zu erhöhen, mit der Notwendigkeit in Einklang zu bringen, die Qualität, Bildungsgerechtigkeit und Einheitlichkeit des Schulsystems zu gewährleisten.

Ein hohes Maß an Schulautonomie ist offenbar ein Merkmal, das leistungsstarken Bildungssystemen gemeinsam ist. Diese ist in den einzelnen Bildungssystemen jedoch sehr unterschiedlich geregelt. Um Schulautonomie und freie Schulwahl miteinander zu verknüpfen und dafür zu sorgen, dass Letztere mit Bildungsgerechtigkeit vereinbar ist, werden oft ganz unterschiedliche Strategien verfolgt.

Eine eingehendere Analyse der Daten zeigt, dass das Für und Wider [Schulwahl] nicht so klar auf der Hand liegt. Man denke an Hongkong (China). Dort wird in fast jedem Bereich öffentlicher Dienstleistungen ein marktorientierter Ansatz verfolgt. Trotzdem ist es Hongkong (China) gelungen, ein hohes Leistungsniveau mit einem hohen Maß an sozialer Gerechtigkeit bei der Verteilung der Bildungschancen zu verbinden.

Anders als in erfolgreichen Schulsystemen mit freier Schulwahl, wie jenen in Belgien, Hongkong (China) und den Niederlanden, zog die Einführung der Wahlfreiheit in Chile und Schweden offenbar eine Verstärkung der sozialen Ungleichgewichte nach sich, ohne dass sich die Ergebnisse insgesamt verbesserten. Im Mai 2015 veröffentlichten wir hierzu einen Bericht für Schweden, den ich gemeinsam mit dem schwedischen Bildungsminister Gustav Fridolin und der damals für den Sekundarbereich II, die Erwachsenenbildung und die Berufsbildung zuständigen Ministerin Aida Hadžialić präsentierte22. Fünf Jahre zuvor, im Mai 2010, hatte ich beim Gipfel Europäischer Bürgermeister in Stockholm einen Vortrag gehalten. Dabei hatte ich Daten präsentiert, die zeigten, dass die hohe Schulautonomie und die freie Schulwahl in Schweden, die nicht durch einen starken Regulierungsrahmen und Eingriffsmöglichkeiten flankiert wurden, den langjährigen Erfolg des Landes im Hinblick auf Bildungsqualität und Bildungsgerechtigkeit gefährdeten. Ich war überrascht, als mir dann schwedische Bürgermeister erklärten, dass sie die freie Schulwahl auf Wunsch der Bürgerinnen und Bürger ihrer Gemeinden über andere Erwägungen stellten.

Es lohnt sich, die Daten genauer zu untersuchen und dabei auch die politische Konjunktur der betreffenden Themen zu berücksichtigen. Die Wahlmöglichkeiten der Eltern bzw. der Wettbewerb innerhalb der Schulsysteme variieren im Ländervergleich und innerhalb der Länder zwischen verschiedenen sozialen Gruppen erheblich. In den 18 Ländern, für die vergleichbare Daten der PISA-Erhebung 2015 vorliegen, gaben 64% der Eltern an, dass ihnen zumindest 2 Schulen zur Auswahl standen. Dieser Anteil fällt jedoch von Land zu Land sehr unterschiedlich aus23. Eltern von Schülerinnen und Schülern in ländlichen und benachteiligten Schulen boten sich eigenen Angaben zufolge weniger Wahlmöglichkeiten als Eltern von Schülerinnen und Schülern in städtischen und begünstigten Schulen. Bei PISA wurden die Eltern auch gefragt, wie wichtig ihnen bestimmte Kriterien bei der Schulwahl waren. Diese betrafen in erster Linie die Qualität der Schule, finanzielle Gesichtspunkte, den pädagogischen Ansatz bzw. Auftrag der Schule sowie die Entfernung zwischen Wohnsitz und Schule. In den 18 berücksichtigten Schulsystemen stuften die Eltern eine sichere Umgebung, einen guten Ruf und ein aktives, angenehmes Schulklima eher als wichtig ein als die übrigen Kriterien – und werteten sie sogar höher als die schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler der betreffenden Schule24. Bemerkenswert ist auch Folgendes: Die Eltern von Kindern in benachteiligten, ländlichen und/oder öffentlichen Schulen betrachteten die Entfernung zwischen Wohnort und Schule wesentlich häufiger als zentrales Kriterium als die Eltern von Kindern in begünstigten, städtischen und/oder privaten Schulen. Und die Kinder, deren Eltern der Entfernung einen höheren Stellenwert beimaßen, schnitten beim PISA-Naturwissenschaftstest deutlich schlechter ab, und dies selbst bei Berücksichtigung des sozioökonomischen Profils der Schülerinnen und Schüler sowie der Schulen. Gleiches gilt für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern einen geringen Kostenaufwand als wichtig oder sehr wichtig erachteten. Sie erzielten in Naturwissenschaften 30 Punkte weniger (was in etwa einem Schuljahr entspricht) als die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern einem geringen Kostenaufwand nur eine untergeordnete oder keine Bedeutung beimaßen. Die Eltern von Schülerinnen und Schülern in benachteiligten und öffentlichen Schulen betrachteten auch geringe Kosten häufiger als zentrales Kriterium für die Schulwahl als dies bei den Eltern von Kindern in begünstigten Schulen und Privatschulen der Fall war. Offenbar fällt es einkommensschwächeren Familien häufig selbst dann schwer, Schulen aufgrund der Schülerleistungen auszuwählen, wenn sie Zugang zu diesbezüglichen Informationen haben. Sie haben möglicherweise nicht die Zeit, sich verschiedene Schulen anzusehen, u.U. stehen ihnen auch nicht die nötigen Transportmittel zur Verfügung, damit ihr Kind die Schule ihrer Wahl besuchen kann, oder es ist ihnen aus zeitlichen Gründen nicht möglich, die Kinder zu einer weiter von ihrem Wohnort entfernten Schule zu bringen bzw. sie am Ende des Schultages dort wieder abzuholen. Das Ausmaß des Wettbewerbs innerhalb eines Schulsystems und der jeweilige Anteil von Privatschulen können miteinander zusammenhängen, sind jedoch nicht gleichzusetzen. Im OECD-Durchschnitt besuchen rd. 84% der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler eine öffentliche Schule, rd. 12% eine vom Staat abhängige Privatschule und etwas mehr als 4% eine unabhängige Privatschule. Von den 12% der Schülerinnen und Schüler, die vom Staat abhängige Privatschulen besuchen, gehen etwa 38% in Schulen in der Trägerschaft von Kirchen oder anderen religiösen Organisationen, 54% in Schulen, die von anderen gemeinnützigen Organisationen betrieben werden, und 8% in Schulen, die von gewinnorientierten Organisationen verwaltet werden. In Irland besuchen alle 15-jährigen Schülerinnen und Schüler staatsabhängiger Privatschulen eine konfessionelle Schule, in Österreich hingegen eine von einer anderen gemeinnützigen Organisation betriebene Schule. In Schweden wiederum besucht mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler vom Staat abhängiger Privatschulen eine Schule in der Trägerschaft einer gewinnorientierten Organisation25.

Last, but not least müssen die staatlichen Maßnahmen umso stärker sein, je flexibler das Schulsystem ist. Mehr Schulautonomie, Dezentralisierung und ein stärker nachfrageorientiertes Schulsystem zielen darauf ab, die Entscheidungskompetenz den Akteuren an vorderster Front zu übertragen. Die Zentralbehörden müssen dabei jedoch eine strategische Vision haben, klare Leitlinien für das Bildungswesen vorgeben und lokalen Schulnetzwerken und einzelnen Schulen ein hilfreiches Feedback bieten. Mit anderen Worten: Nur durch konzertierte Anstrengungen der zentralen und lokalen Bildungsbehörden kann sichergestellt werden, dass die freie Schulwahl allen Schülerinnen und Schülern zugutekommt.

 

Neue OECD Studie von Andreas Schleicher „Freie Schulwahl und Bildungsgerechtigkeit miteinander vereinbaren“ 19.02.2019 (siehe Kapitel 4, S. 200 – 220 ) [PDF]

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Wahlfreiheit & Vielfalt in der Bildung https://www.elternlobby.ch/wahlfreiheit-vielfalt-bildung/ https://www.elternlobby.ch/wahlfreiheit-vielfalt-bildung/#respond Tue, 26 Mar 2019 13:23:08 +0000 http://www.elternlobby.ch/?p=8892 Vortrag – Wahlfreiheit & Vielfalt in der Bildung – 17. Mai, Bahnhofbuffet Düdingen: „Seit Jahrhunderten umkreisen wir das Kind mit unterschiedlichsten Vorstellungen, beim Kind selbst sind wir immer noch nicht angekommen… Seit einigen Jahren schon stehen Bildung und Erziehung gleichermassen in Familie und Schule auf dem Prüfstand.“ Remo Largo 19.00 Uhr: Vortrag  von Judith Meuwly […]

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Vortrag – Wahlfreiheit & Vielfalt in der Bildung – 17. Mai, Bahnhofbuffet Düdingen:

„Seit Jahrhunderten umkreisen wir das Kind mit unterschiedlichsten Vorstellungen, beim Kind selbst sind wir immer noch nicht angekommen… Seit einigen Jahren schon stehen Bildung und Erziehung gleichermassen in Familie und Schule auf dem Prüfstand.“ Remo Largo

19.00 Uhr: Vortrag  von Judith Meuwly Correll
Gründerin und Leiterin der Sesam Schulen in St.Wolfgang und Ulmiz

20.15 – 22.00 Uhr: Austausch, Workshop, Ideen zusammentragen und festhalten:

  • Welche Bildungsformen wünschen sich Eltern, Kinder und Lehrpersonen?
  • Wie kann Bildungsvielfalt realisiert werden?

Wollen Sie am 17. Mai 2019 dabei sein und mitdiskutieren?
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung an: karin.lerch76@gmail.com
Willkommen sind Eltern, Lehrpersonen, Schüler*innen und alle Interessierten.

Nonprofit-Anlass, freie Kollekte,  unterstützt durch elternlobby.ch

Flyer: Wahlfreiheit & Vielfalt in der Bildung 

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Bildung im Wandel https://www.elternlobby.ch/bildung-im-wandel-2-2/ https://www.elternlobby.ch/bildung-im-wandel-2-2/#respond Tue, 05 Mar 2019 08:54:25 +0000 http://www.elternlobby.ch/bildung-im-wandel-2-2/ Mitmach-Panel – Bildung im Wandel – 29. März, 18 Uhr, Raiffeisenforum Bern, Schauplatzgasse 1: Warum gibt es Kinder, die die Schule verweigern – oder daran zerbrechen?72 % der Lehrkräfte heute empfinden ihre Arbeit als innovationsfeindlich, ein Drittel aller Lehrpersonen sind burnoutgefährdet. (Quelle: Future Skills Interview mit Andreas Schleicher, OECD) Passen Lust und Leistung zusammen?Was kann […]

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Mitmach-Panel – Bildung im Wandel – 29. März, 18 Uhr, Raiffeisenforum Bern, Schauplatzgasse 1:

Warum gibt es Kinder, die die Schule verweigern – oder daran zerbrechen?
72 % der Lehrkräfte heute empfinden ihre Arbeit als innovationsfeindlich, ein Drittel aller Lehrpersonen sind burnoutgefährdet.

(Quelle: Future Skills Interview mit Andreas Schleicher, OECD)

Passen Lust und Leistung zusammen?
Was kann eine Freie Bildungswahl bewirken?

Diesen und anderen Fragen gehen wir am 29. März um 18 Uhr nach, beim ersten Berner Mitmach-Panel im Raiffeisenforum Bern, Schauplatzgasse 11

 

Wollen Sie dabei sein und mitdiskutieren?
Die elternlobby freut sich über Ihre Anmeldung an: stella.stejskal@protonmail.com

  • 18:00 Türöffnung
  • 18:15 Begrüssung durch Pia Amacher, Präsidentin der elternlobby
  • 18:20 Impulsreferat I: „Bildung im Wandel“ Cristina Riesen, Founder und CEO von WeArePlayLab
  • 18:30 Impulsreferat II: „Kindern kann man nichts beibringen“, Jakob Widmer, Gründer REOSCH
  • 18:45 Gedankenraum – wir holen Thesen und wichtigste Fragen im Publikum ab
  • 19:15 Panel (in der Diskussion werden die Thesen und Fragestellungen erörtert und vertieft) im Abgleich mit dem Publikum
      • Urs Gantenbein, Co-Schulleiter Spielraum21, Kaospilot
      • Anna Maurer, Schülerin
      • Barbara Omoruyi, Schulleiterin, Geschäftsführerin und Gründerin Prima Bildung
      • Claudine Esseiva, Vorstandsmiglied FDP, Betriebsökonomin, Mitbegründerin macmac AG
      • Gabriela Heimgartner, Nationalratskanditatin glp, Co-Präsidentin Schule & Elternhaus
      • Patric Walthert, Gründer Après school
      • Christine Brunner, Laufbahncoach, Heilpädagogin
      • Ueli Egger, Co-Präsident SP Bern, Lehrer

  • 20:30 Abschlussrunde
  • 21:00 Apéro

Moderation: Daniel Osterwalder, Gründer und Facilitator

Flyer: Bildung im Wandel

Foto: © Manuela Furger

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