Eltern gründen eigene Privatschulen: Unzufriedenheit mit öffentlichen Schulen

Fast im Monatstakt entstehen in der Schweiz Privatschulen, die meisten davon aus Eigeninitiative und mit privaten Mitteln von Eltern, deren Unzufriedenheit mit den öffentlichen Schulen gross ist.

Etwa 5 Prozent der Schweizer Schüler besuchen eine Privatschule, allein im Kanton Zürich gibt es 165 davon. Viele Eltern finden, dass ihre Kinder im Schulsystem zu viel Druck ausgesetzt sind und dass das Lernprogramm keine Rücksicht auf die individuellen Interessen und Fähigkeiten nimmt. «Der Druck fördert weder die Begeisterung noch die ­Freude noch das Lernen. Schlimmstenfalls vergeht den Kindern die Lust am Lernen», so Angela Joerg, Gründerin und Schulleiterin der Dandelion Schule. Das Konzept der Privatschule Dandelion in Zürich ist, dass die Schüler selber entscheiden, ob, was und wie sie lernen wollen. Das Motto lautet: „Vom Leben lernen“. Der Unterrichtsplan wird also nicht von den Pädagogen ausgedacht, sondern von den Kindern selbst. Dies ist nur ein Beispiel von vielen.

Auch eine Umfrage von 20 Minuten hat gezeigt, dass die Mehrheit der Eltern ihre Kinder in eine Privatschule schicken würden. Von fast 5’000 befragten Personen würden 43% die Kinder an eine Privatschule schicken, dies weil sie den Leistungsdruck an den öffentlichen Schulen zu gross finden.

Obwohl die Schweiz eines der teuersten Bildungssysteme weltweit hat, schneidet sie bei Pisa-Studien regelmässig schlecht ab, was die Skepsis der Eltern weiter wachsen lässt. Studien haben gezeigt, dass nach der obligatorischen Schulzeit nicht einmal 10 Prozent des Wissens übrig bleibt.

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