Schulgeschichten: Fallbeispiele Eltern, Kinder, Schule

Die folgenden Schulgeschichten zeigen, dass bei schulischen Problemen eines Kindes die Schulbehörden nicht immer eine seinem Wohl und seinen Bildungsbedürfnissen dienende Lösung treffen.

Lebensgeschichte Asperger-Syndrom Hochbegabung

Meine Lebensgeschichte mit Asperger-Syndrom und Hochbegabung

  Meine Lebensgeschichte mit Asperger-Syndrom und Hochbegabung Ein Aufruf von Dominique Blickenstorfer (geb. 1969), Autor des Buches „MEINE WELT – DEINE WELT. Meine Lebensgeschichte mit Asperger-Syndrom und Hochbegabung“ (24.2.13) 1. Es gibt kaum Schul- und Infoangebote zum Thema Hochbegabtenförderung – daher wäre eine diesbezügliche Aktivität von Elternvereinen dringend notwendig! Diese prekäre Situation wiederspiegelt sich auch in den […]

Mobbing Schule Schulwahl

Eltern laufen Sturm wegen Schulleitung

Marguerite-Anne S. P. (Name der Elternlobby bekannt) hat einen Sohn, der von Klassenkameraden gemobbt wurde. „Die Schulleiterin wimmelte uns mit der Begründung ab, wir seien ein Einzelfall“, sagt Frau S. P. Mit der Zeit hörte sie aber von weiteren „Einzelfällen“, worauf sie sich mit den betroffenen Eltern zusammen-geschlossen habe. „Erst als wir Eltern erklärten, auf eigene Initiative die Gewaltprävention einzuschalten, willigte die Schulleitung ein, eine Klassenintervention durchzuführen.“

Schulbehörden Bildung Schulwahl

Wenn Schulbehörden auf stur schalten…

Leon Miltos (Name geändert) wurde 2002 geboren. Anfang 2006 wurde durch einen Zahnarzt eine Sprachbehinderung infolge einer praktisch immobilen Zunge festgestellt. Der Besuch eines Sprachheilkindergartens wurde erwogen, aber von der Schulbehörde abgelehnt. Nach einer Abklärung des schulpsychologischen Beratungsdienstes (SPD) des Bezirkes wurde er im Sommer 2007 in den Regelkindergarten eingeschult mit integrierter Sonderschulung.

Holen Sie eine zweite Meinung ein!

Unsere Tochter erhielt mit sieben die Diagnose ADS. Der Kinderarzt/Schul-psychologe kam nach einer 20 minütigen Evaluation zu diesem Schluss. Er drückte mir Prospekte in die Hand mit der Bemerkung, Ritalin sei eine gute Lösung. Ich ging völlig beduselt nach Hause, denn das Ganze ging für mich viel zu schnell. So haben wir uns entschieden, eine zweite Meinung in der Entwicklungspädiatrie einzuholen. Der Test dauerte viel länger, ihre ganze Geschichte wurde angeschaut, auch der Sauerstoffmangel bei der Geburt spielte eine wichtige Rolle. Die IV übernimmt nun die Therapien und Medikamente (die wir ihr nicht geben). Als sie 9 jährig war, hat man uns gesagt, sie habe das Recht, eine Sonderschule zu besuchen und Ritalin sei eine gute Lösung, damit käme mehr Ruhe in die Familie, denn auch eine Träumerin hat Ausbrüche, schreit und tobt.

Rekurs Fallbeispiel Schule Schulwahl

Erfolgreicher Rekurs eines Elternlobby-Mitgliedes

Eine zweisprachige Familie im St. Galler Rheintal entschied sich, ihre Tochter wegen Schulschwierigkeiten in der International School unterrichten zu lassen. Später wurde dem Kind von seinem Arzt eine Psychomotoriktherapie verordnet. Für Schüler und Schülerinnen der öffentlichen Schule bezahlt die Wohngemeinde diese Therapie. Im vorliegenden Fall verweigerte die Gemeinde die Kostenübernahme. Begründet wurde dies mit dem vom Erziehungsdepartement gelieferten Hinweis auf die „Unteilbarkeit des Angebotes der öffentlichen Schule“.

Keine Finanzhilfe für Eltern von "Problemkindern"

Keine Finanzhilfe für Eltern von „Problemkindern“

Unser Ältester mit starkem ADHS kam in der normalen Klasse nicht mehr nach. Er bekam starke Depressionen, verweigerte die Schule immer mehr. Vom Schulpsychologen wurde ihm aber normale Intelligenz bestätigt. Wir bekamen von der Schule wohl Vorschläge wie Kinderpsychiatrie. Unser Sohn ist elf Jahre alt! Oder lnternate. Die hatten aber nicht mal Platz für ein «Problemkind». Und es eilte, weil unser Sohn nur noch von Selbstmord redete.

Von Angst geprägtes Unterrichtsklima

Von Angst geprägtes Unterrichtsklima

Die ersten beiden Primarschuljahre besucht unsere älteste Tochter an der öffentlichen Schule in unserem Dorf. Sie ging sehr gerne zur Schule, hatte eine ausgezeichnete Lehrerin, der es gelang, viel Herzlichkeit in den Unterricht zu bringen und die rasch das volle Vertrauen unserer Tochter hatte. Nach der zweiten Klasse erfolgte der in dieser Gemeinde übliche Lehrerwechsel. Nun hatte unsere Tochter bei einem jungen frisch ausgebildeten Lehrer Unterricht. Dieser junge Mann zeigte nun wenig pädagogisches Geschick. Er überforderte die Schülerinnen und Schüler zum Teil massiv und erzeugte so ein von Angst geprägtes Unterrichtsklima. Zum eigentlichen Psychoterror wurde das häufige unmotivierte Verschieben von angekündigten Prüfungen. Unsere Tochter steigerte sich eine schreckliche Schulangst hinein.

Toggenburg Schulbehörde

Schulbehörde behindert angemessene Lösung

Eine Familie (Name der Elternlobby bekannt) im Toggenburg hat folgendes Problem: Einer ihrer Söhne (heute in der 2. Sek) hatte grosse Schulprobleme in der Oberstufe. Er verlor jegliche Lernmotivation, hängte ab und zeigte depressive Züge. Er wurde vor einem Jahr (Januar 09) schulpsychologisch abgeklärt. Die Schulpsychologin erkannte eine Teilhochbegabung und Sehprobleme. Sie empfahl eine Lerntherapie und bei Bedarf (Depression) Psychotherapie. Die Eltern befolgten die Ratschläge, was aber nicht verhinderte, dass sich die Probleme verschärften. Die Eltern gerieten in dieser Situation aufgrund ihrer Verantwortung gegenüber dem Kind in einen enormen Handlungsdruck und haben sich zu einem Schulwechsel entschlossen.

Kindeswohl hat keine Priorität

Kindeswohl hat keine Priorität

3. Klasse: Sie hatte Angst vor dem Lehrer und war je länger je mehr nur noch „abwesend“. Erste Äusserungen: „….ich will dieses Leben nicht mehr… habe Angst vor Feuer, unserer Familie passiert etwas“ etc. Es fanden kinderpsychologische und schulpsychologische Abklärungen statt. Unsere Tochter wurde als intelligent und sensibel beschrieben, die eine grosse Angst in sich trägt. Erbliche oder familiäre Depressionen wurden ausgeschlossen, man wusste eigentlich nicht, was los ist. Wir tauschten uns mit anderen Eltern aus, die ebenfalls Kinder in Kindergarten und Schule hatten und erfuhren haarsträubende Sachen. Die meisten aller Probleme begannen bei den Kindern kurz nach Kindergarteneintritt. Der Verdacht von Kindsmissbrauch wurde immer konkreter und letztendlich vom Kindesschutzzentrum mündlich bestätigt, was der psychische Befund unserer Tochter betrifft.

Paragraphenreiterei versus Kindeswohl

Paragraphenreiterei versus Kindeswohl

Unser Kind erwartete den Schuleintritt in den Kindergarten im Sommer 2006 freudig und fieberte dem Schuljahresanfang entgegen. Es ging anfangs freudig hin, was sich jedoch nach ein paar Wochen änderte. Immer öfters kam es mit ‚Geschichten’ nach Hause, die uns Eltern komisch vorkamen. Wir dachten jedoch „die machen das schon richtig da im Kindergarten“ und unternahmen nicht wirklich etwas.

Schulausschluss Wer nicht hören will, muss gehen

Schulausschluss – Wer nicht hören will, muss gehen

Zwei Kinder werden in Sennwald SG aus der Regelschule ausgeschlossen – die schärfste Sanktion, wenn Schüler in kein Raster passen und die Behörden nicht mehr weiterwissen.